Venengesundheit

Unsere Beine tragen uns durchs Leben, im Idealfall bis ins hohe Alter. Doch ist uns eigentlich bewusst, welche Höchstleistung tagtäglich unser Gefäßsystem in den Beinen vollbringen muss? Meist beschäftigen wir uns erst genauer mit dieser Thematik, wenn wir erste Beschwerden spüren. Wer kennt nicht das Gefühl schwerer und schmerzender Beine nach einem heißen Sommertag. Besonders Angehörige von „Stehberufen“ können ein Lied davon singen. Häufen sich derartige Beschwerden und kommen eventuell noch andere Symptome wie schmerzhafte nächtliche Beinmuskelkrämpfe und/oder geschwollene Knöchel hinzu, sollte in jedem Fall durch einen Arzt abgeklärt werden, ob nicht schon eine Venenschwäche besteht.

Als erste Therapieoption bewährt sich nach wie vor das Tragen von Kompressionsstrümpfen zur Behandlung von Venenleiden. Durch die Kompressionstherapie verengt sich der Gefäßhohlraum, die Venenklappen schließen wieder. Ein Rückstau kann so effektiv verhindert werden. Wesentlich für hohen Tragekomfort und eine gute Funktion der Kompressionsstrümpfe ist das exakte Anmessen der Strümpfe und die Auswahl des optimalen Materials aus der Vielfalt der angebotenen Optionen. Gerne beraten wir sie dazu ausführlich in der Apotheke.

Weitere Informationen zu Kompressionsstrümpfen haben wir ihnen vorab hier zusammengestellt:

Funktion des Gefäßsystems

Das Gefäßsystem in den Beinen muss wie Eingangs erwähnt Höchstleistungen vollbringen: Entgegen der Schwerkraft muss es ein nicht unbeträchtliches Blutvolumen zurück zum Herzen transportieren. Damit das problemlos gelingt, ist das reibungslose Zusammenspiel von Muskelpumpe und Venenklappensystem enorm wichtig. Venen sind im Allgemeinen elastischer und auch dünner als beispielsweise Arterien. Durch den Kompressionsdruck der Wadenmuskulatur wird das sauerstoffarme Blut nach oben, also in Richtung Herz, befördert. Die Venenklappen verhindern dabei den Rückfluss in Richtung der Füße. Ist der vollständige Verschluss der Venenklappen nicht mehr gewährleistet, kann das Blut in Richtung Herz nicht restlos abfließen. In der Folge kommt es zum Rückstau, das Blut „versackt“ in den unteren Beinregionen. Die Gefäße erweitern sich zunehmend. Schwellungen im Knöchelbereich, Spannungsgefühle bis hin zu Schmerzen machen sich bemerkbar. Eine der markantesten Erscheinungen, die im Zusammenhang mit einer Venenerkrankung auftritt, ist wohl die unschön anzusehende Krampfader. Der Fachmann spricht hierbei von der „Varize“. Die kleinste Form zeigt sich zunächst als sogenannter Besenreiser. Für die meisten nur ein kosmetisches Problem, welches jedoch schon auf eine Neigung zu einem Venenproblem hinweisen kann. Ausgeprägte Varizen sind krumm, geschlängelt und erweitert. Meist zeigen sie sich bläulich und erhaben unter der Hautoberfläche. In jedem Fall sollte man spätestens hier aktiv werden und etwas für die Venengesundheit und gegen die Ausbildung einer chronisch-venösen Insuffizienz (kurz: CVI) unternehmen. Der Arzt rät eventuell zur Entfernung von stark ausgeprägten Krampfadern.